DIN EN ISO 18064TPUmehrphasig

Thermoplastisches Polyurethan

Thermoplastisches Elastomermehrphasig (Hart-/Weichphase)Trocknung erforderlichDatenblatt-geprüft

Sehr abriebfest, zäh, öl- und fettbeständig, mit großem Härtebereich.

Massetemperatur190–235 °C
Werkzeugtemperatur15–70 °C
Trocknung90–110 °C · 3–4 hRestfeuchte < 0,02 %
Verarbeitungsschwindunghärte- und wanddickenabhängig: etwa 1,0–1,4 % bei 2 mm, bis 2,5 % bei dicken Wänden; GF-Typen 0,05–0,5 %Orientierungswert, keine Auslegungsvorgabe
Dichte1,14–1,25 (flammwidrige Typen bis 1,62) g/cm³
HärtebereichShore 35 A – 80 D

Verarbeitungsfenster

050100150200250300350400Temperatur in °CTrocknung90–110 °CMasse190–235 °CWerkzeug15–70 °C

Verarbeitungshinweise

  • Hygroskopisch: Wassergehalt des Granulats unter 0,02 %. Trocknung laut BASF 3–4 h; Shore 70–90 A bei 90–110 °C (Umluft) bzw. 90–100 °C (Trockenluft), härtere Typen bei 100–120 °C bzw. 90–120 °C. Aliphatische Typen nur im Trockenlufttrockner bei 40–60 °C. Farbbatches und Additive mit trocknen.
  • Massetemperatur nach Härte: 60–80 Shore A 190–205 °C, 85–95 Shore A 205–220 °C, 98 Shore A–74 Shore D 215–235 °C. Zylinderprofil vom Einzug zur Düse um 10–20 °C ansteigend, Düse auf Massetemperatur.
  • Ab etwa 230 °C beginnt die Zersetzung; bei Verweilzeiten über 10 min vor dem Wiederanfahren spülen.
  • Scherempfindlich: Schneckenumfangsgeschwindigkeit max. 0,2 m/s, Staudruck 5–10 bar (mit Additiven bis 20 bar), Einspritzgeschwindigkeit so niedrig wie möglich.
  • Werkzeugtemperatur 15–70 °C je nach Formteil; weiche Typen brauchen lange Kühlzeiten und kleben leicht im Werkzeug.
  • Für optimale Eigenschaften und niedrigen Druckverformungsrest die Fertigteile tempern: 20 h bei 100 °C (BASF). Beim Tempern tritt eine geringe Nachschwindung auf.
  • Regenerat bis max. 30 % beimischen. Im 2K-Verfahren kein Verbund mit Polyolefinen.

Typische Fehler

BlasenTrocknung, Restfeuchte < 0,02 %
Kleben im WerkzeugKühlzeit verlängern, Wkz-Temperatur senken, Oberflächenbeschichtung
Zum allgemeinen Fehlerkatalog

Anwendungen

Schuhsohlen, Kabelschutz, Dichtungen, Rollen, Smartphone-Hüllen

Handelsnamen (Auswahl)

Elastollan, Desmopan, Estane, Pellethane

Quelle

Bezugstype: Elastollan® – Verarbeitungshinweise und Materialeigenschaften (BASF)Abgeglichen: Trocknung und Restfeuchte, Masse- und Zylindertemperaturen nach Härte, Werkzeugtemperatur, Staudruck, Umfangsgeschwindigkeit, Verweilzeit, Schwindung, Tempern, DichteDokument: Herstellerdokument (liegt dem Projekt vor, nicht öffentlich verlinkt)
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TPS · TPC · TPV

Richtwerte, keine Prozessvorgabe. Die Zahlen gelten für typische Spritzgusstypen und sind als Ausgangspunkt gedacht. Verbindlich sind Datenblatt, Verarbeitungsrichtlinie und Sicherheitsdatenblatt des Herstellers für die eingesetzte Type.

Haftungshinweis. Die Angaben in diesem Wiki sind unverbindliche Richtwerte zur allgemeinen Information. Sie beruhen auf Herstellerunterlagen zu einzelnen Bezugstypen und auf Fachliteratur und wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Eine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität wird nicht übernommen. Die Angaben stellen keine Zusicherung von Eigenschaften und keine Beratung im Einzelfall dar und ersetzen nicht die eigene Prüfung. Maßgeblich sind ausschließlich das technische Datenblatt, die Verarbeitungsrichtlinie und das Sicherheitsdatenblatt des Herstellers für die eingesetzte Type.

Sicherheit. Hinweise zu Zersetzungsprodukten, Unverträglichkeiten und Temperaturgrenzen sind nicht abschließend. Vor der Verarbeitung das aktuelle Sicherheitsdatenblatt (SDB) des Lieferanten beachten, für ausreichende Absaugung sorgen und die Vorgaben des Maschinenherstellers einhalten.

Marken. Die genannten Handelsnamen (z. B. Ultramid®, Makrolon®, Hostaform®, Delrin®) sind Marken der jeweiligen Inhaber. Ihre Nennung dient nur der Zuordnung der Bezugstypen.

Version 1.4.1 · Datenabgleich mit Herstellerunterlagen: Oktober 2026 · Erstellt mit KI-Unterstützung; die Kennwerte wurden gegen die auf jeder Werkstoffseite genannten Herstellerunterlagen geprüft.

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