DIN EN ISO 18064TPVmehrphasig
Vernetztes Olefin-Elastomer (TPE-V, PP/EPDM)
Thermoplastisches Elastomermehrphasig (Hart-/Weichphase)Datenblatt-geprüft
Dynamisch vernetzte EPDM-Partikel in einer PP-Matrix: gummiähnlich, guter Druckverformungsrest, witterungsbeständig.
Massetemperatur185–215 °C
Werkzeugtemperatur20–50 °C
Trocknung80 °C · 3 hnur bei Bedarf · Restfeuchte ≤ 0,08 %
Verarbeitungsschwindungstark anisotrop; Bezugstype: längs 2,6 %, quer 0,8 %Orientierungswert, keine Auslegungsvorgabe
Dichte0,93–0,98 (8211-35: 0,93) g/cm³
HärtebereichShore 35 A – 50 D
Verarbeitungsfenster
Verarbeitungshinweise
- Santoprene gilt als nicht hygroskopisch: Trocknung meist nicht nötig. Bei Bedarf mindestens 3 h bei 80 °C im Trockenlufttrockner; Verarbeitungsfeuchte max. 0,08 %.
- Celanese (Santoprene 8211-35): Masse 185–215 °C, optimal 200 °C; das Verarbeitungsfenster der Familie reicht von 175 bis 230 °C. Werkzeug 20–50 °C, optimal 35 °C.
- Nachdruck etwa 50–75 % des Einspritzdrucks; hohe Schneckendrehzahl (100–200 min⁻¹); Staudruck nicht immer nötig, sonst 0,3–0,7 MPa (mit Masterbatch höher). Regenerat bis 20 %.
- Nicht verträglich mit POM und PVC – Zylinder vor dem Wechsel gründlich spülen.
- Viskosität stark scherabhängig, Temperatur hat kaum Einfluss: kleinere Anschnitte und hohe Schergeschwindigkeit verbessern das Fließen mehr als höhere Masse-Temperatur.
- Haftet im 2K-Verfahren gut auf PP.
Typische Fehler
FließlinienEinspritzgeschwindigkeit erhöhen
BlasenTrocknung
Anwendungen
Fensterdichtungen, Tüllen, Faltenbälge, Griffe, Haushaltsdichtungen
Handelsnamen (Auswahl)
Santoprene, Sarlink, Thermolast V
Quelle
Bezugstype: SANTOPRENE® 8211-35 (Celanese, Datenblatt, vom Nutzer bereitgestellt); Schwindung von 101-73 (CAMPUS)Abgeglichen: Masse- und Werkzeugtemperatur, Trocknung und Verarbeitungsfeuchte, Nachdruck, Staudruck, Schneckendrehzahl, Regenerat, Unverträglichkeiten, Dichte, SchwindungDokument: Herstellerdokument (liegt dem Projekt vor, nicht öffentlich verlinkt) Dokumentstand: Santoprene 8211-35: überarbeitet 12.08.2026
Richtwerte, keine Prozessvorgabe. Die Zahlen gelten für typische Spritzgusstypen und sind als Ausgangspunkt gedacht. Verbindlich sind Datenblatt, Verarbeitungsrichtlinie und Sicherheitsdatenblatt des Herstellers für die eingesetzte Type.
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